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550 Jahre Benediktinerkloster Andechs – 250 Jahre Rokoko-Wallfahrtskirche
Im Jubiläumsjahr 2005 wird die Geschichte des Heiligen Berges anhand einer neuen 11-teiligen Tafelausstellung von der Höhe des Bräustüberls bis hinein in den Pfortenhof dokumentiert – wie schon 2003 zum 200. Jahrestag der Säkularisation. In den reich illustrierten Tafeln verbindet sich Bild und Text auf anschauliche Weise und bietet in aller Kürze einen Überblick über die facettenreiche Geschichte von Andechs bis in die Gegenwart.

Tafel 1 beschäftigt sich mit der Geschichte der Grafen von Andechs, dem Andechser Heiltumsschatz – der großen Sammlung von Reliquien, die seit 1128 Ziel einer großen Wallfahrt sind – und der Gründung des Benediktinerklosters durch Herzog Albrecht III. im Jahre 1455. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Heiltümer: die Heiligen Drei Hostien mit der Dreihostienmonstranz, das Siegeskreuz Karls des Großen, Reliquien des hl. Nikolaus und das so genannte Elisabethkreuz. Die Goldene Rose ist ein Geschenk Papst Nikolaus V. an Herzog Albrecht III. Sie bleiben auch dann sichtbar, wenn die beiden Flügel von Tafel 1 geschlossen sein sollten.

Tafel 2 und Tafel 3 haben erste Blüte und Niedergang und die Geschichte von Andechs bis ins 18. Jahrhundert hinein zum Thema. Tafel 4, 5 und 6 präsentieren das Jubiläumsjahr 1755: den „Andechser Himmel“, wie ihn Abt Bernhard Schütz von 1751 bis 1755 durch Johann Baptist Zimmermann und seine Mitarbeiter hat erstehen lassen. Andechs als „Mons sanctus“, als „Heiliger Berg“ wird hier besonders deutlich. Die Geschichte der Wallfahrt zu diesem Heiligen Berg schließt sich deshalb unmittelbar an.

Tafel 7 und 8 an der Apsiswand der Kirche nahe der Versöhnungskapelle berichten von Aufhebung und Wiederbesiedelung im 19. Jahrhundert.

Tafel 9, 10 und 11 spannen den Bogen in die Gegenwart: Andechs als Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München, Seelsorge und soziales Wirken und das heutige Priorat:

Ut in omnibus glorificetur Deus –
Damit in allem Gott verherrlicht werde.

In den Bildleisten der einzelnen Tafeln begleiten den Besucher im unteren Bereich Ansichten von Andechs auf seinem Weg hinauf zur Kirche – historische Abbildungen ebenso wie aktuelle Aufnahmen. Der obere Teil dient mit seinen kleinteiligen Abbildungen der Illustration des dazu gehörigen Textes und erschließt sich damit hieraus.

Für Konzept, Texte und Bildauswahl zeichnet Dr. Birgitta Klemenz, Archivarin der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andechs verantwortlich, für die graphische Umsetzung und Gestaltung Prof. Thomas August Günther.