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Die Benediktiner in Andechs
1846 kaufte König Ludwig I. von Bayern Kloster Andechs und schenkte es 1850 der von ihm neu gegründeten Münchner Benediktinerabtei St. Bonifaz als Wirtschaftsgut.

Die Benediktiner im Kloster Andechs betreuen seit über 550 Jahren nicht nur die Wallfahrt zum Heiligen Berg und die Andechser Heiltümer, die Reliquienschätze, sondern sie wirken auch als Seelsorger in Erling und Machtlfing. Die Mönche möchten vielen Menschen den Sinn der Wallfahrt und die Schönheit der Kirche erschließen. Sie umsorgen Pilger und andere Gäste des Klosters.

Die Leitung des Klosters obliegt Dr. Johannes Eckert, dem Abt der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs. Entscheidungen, die das geistige und wirtschaftliche Leben des Klosters betreffen, werden vom Kapitel, d.h. der Versammlung aller Mönche mit ewiger Profeß, gemeinsam gefällt. In Andechs leben zur Zeit acht Mönche (zwölf weitere Mönche des Konvents leben in St. Bonifaz in München). Kloster Andechs ist ein Ort, an dem sich klösterliches Leben und modernes wirtschaftliches Denken miteinander verbinden.

Andechs ist auch heute noch – dem Stiftungsauftrag entsprechend - Wirtschaftsgut der Abtei St. Bonifaz. Im Spannungsfeld zwischen klösterlichem Leben und gewinnorientiertem Wirtschaften entstehen positive, gegenseitige Einflüsse. So haben der respektvolle Umgang miteinander und Motivation der Mitarbeiter in den Klosterbetrieben einen hohen Stellenwert. Hervorzuheben ist, dass das Kloster Andechs alle finanziell erforderlichen Mittel mit seinen Wirtschaftsbetrieben selbst aufbringt und keine Zuweisungen aus Kirchensteuermitteln bekommt.

Neben den seelsorgerischen Aufgaben und der Aufgabe als Wirtschaftsgut, engagiert sich Kloster Andechs stark auf kulturellem Gebiet. Dazu gehören Vorträge auf vielen verschiedenen Gebieten, Meditationen, Konzerte, literarische Darbietungen im Fürstentrakt, sowie unterschiedliche Veranstaltungen und die jährlich stattfindenden "Carl Orff-Festspiele" im "Florian-Stadl".