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Die Anfänge der Klostermedizin
Im 5. und 6. Jahrhundert bewahrten die neu gegründeten Klöster das heilkundliche Wissen der Antike vor dem Vergessen. Hier engagierten sich unter anderem auch die Klöster des Heiligen Benedikt (480-547), zu dem auch das 1455 gestiftete Kloster Andechs gehört. Um das Jahr 527 gründete der heilige Benedikt in Süditalien das Kloster Montecassino.

Dort verfasste er die Benediktusregel, nach der heute noch alle benediktinischen Gemeinschaften weltweit leben. In Kapitel 36,1 der „Regula“ heißt es:

„Die Sorge für die Kranken steht vor und über allen anderen Pflichten“.

Während bisher nur Höhergestellte eine medizinische Versorgung erhielten, behandelten die Mönche während der nächsten Jahrhunderte im Sinne der christlichen Caritas alle Hilfesuchenden - auch die Obdachlosen und Armen. In den Klöstern gab es hierfür soziale Einrichtungen, wie einen Krankensaal für Mönche (infirmarium), Herbergen für kranke Pilger (hospitium) und ein Krankenhaus für Arme (hospitale pauperum). Heilpflanzen wurden in einem separaten Heilkräutergarten (herbularius) angebaut und in der Kräuterkammer aufbewahrt. Diese klösterlichen Bereiche waren die Vorläufer unserer modernen Krankenhäuser und Apotheken.
Die Klosterheilkunde auf dem Heiligen Berg
Andechser Apothekenliste

Im Kloster Andechs belegt die „Andechser Apothekenliste“, ein Verzeichnis von Arzneistoffen, „… die ein Apotheker verwenden muss“, die Fortführung der benediktinischen Heilkunde. Dieses historische Dokument der Pharmazie aus der Zeit der Klostergründung vermittelt einen Überblick über den Arzneischatz des ausgehenden Mittelalters und gehört zu einer medizinischen Sammelhandschrift, die u. a. eine Beschreibung von Krankheiten, medizinischen Rezepturen und Anweisungen zum Sammeln von Kräutern enthält.

1763 bis 1811 unterhielt das Kloster Andechs eine eigene öffentliche Apotheke, die auch nach der Säkularisation (1803) Bezirksapotheke war. Aus der Größe des Apothekengebäudes, das heute dem Pfarrhof Raum bietet, geht die damalige Bedeutung der Andechser Apotheke hervor. Teile der Apothekeneinrichtung befinden sich in den Beständen des Deutschen Museums in München.
Ehemalige Klosterapotheke   Kloster Andechs  
Die Andechser Klosterarznei - eine Tradition lebt wieder auf
Andechser Klosterarznei
Immer mehr Patienten, Therapeuten und auch Wissenschaftler besinnen sich auf die natürlichen Arzneimittel der Pflanzenheilkunde. Damit erwacht auch wieder das Interesse an der altbewährten Klostermedizin. Mit der Andechser Klosterarznei knüpft Kloster Andechs an die eigene Tradition in der Klosterheilkunde und damit auch an die Tradition vieler Benediktinerklöster an.

Da Kloster Andechs heute keine Klosterapotheke mehr betreibt und aus gesetzlichen Gründen auch keine Arzneimittel selbst herstellen darf, hat es zur Verwirklichung seiner Pläne eine Lizenzpartnerschaft mit Steierl-Pharma geschlossen. Die Steierl-Pharma GmbH Herrsching am Ammersee, ist pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller der Andechser Klosterarznei.

Die Andechser Klosterarzneien sind sogenannte Tinkturen einzelner Arzneipflanzen. Die Tinktur, der alkoholische Auszug von Kräutern, ist eine der ältesten Formen zur Gewinnung und natürlichen Konservierung von pflanzlichen Arzneistoffen. Alle drei Präparate der Andechser Klosterarznei sind trotz ihres historischen Ursprungs in ihrer Wirksamkeit und Unbedenklichkeit wissenschaftlich bestens belegt. Die Herstellung und Analytik erfolgt nach modernen Qualitätskriterien.
Die ersten drei Präparate der Andechser Klosterarznei sind:
 Arnikatinktur
 Baldriantinktur
 Myrrhentinktur
Die Verwendung von Pflanzen aus dem Andechser Kräutergarten ist aus quantitativen wie auch qualitativen (Arzneimittelrecht) Gesichtspunkten nicht möglich, da die Rohstoffe für die Andechser Klosterarzneien bereits als Arzneimittelwirkstoffe gelten und den besonderen Qualitäts-, Ernte- und Verarbeitungsanforderungen der Arzneibücher entsprechen müssen.

Im „Andechser Kräutergarten", werden u.a. Arnika und Baldrian vorgestellt. Dieser Kräutergarten wurde im Frühjahr 2003 auf den Flächen der Klösterlichen Landwirtschaft, direkt neben dem großen Parkplatz, in Zusammenarbeit mit der Firma Steierl-Pharma GmbH als Lehrgarten für Arznei- und Heilpflanzen angelegt.


Die "Andechser Klosterarznei"
können Sie im Klosterladen und im Klostergasthof kaufen.

Außerhalb des Heiligen Berges ist die "Andechser Klosterarznei"
rezeptfrei nur in Apotheken erhältlich.



Kontakt:

Dr. Beate Kocks
Lizenzen u. Partnerschaften
Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 – (0)8152 – 376-305
Fax: +49 – (0)8152 – 376-239



Steierl-Pharma GmbH
Eugen Eschenlohr
Apotheker, Informationsbeauftragter
Tel.: +49 - (0)8152 - 9322-20
Fax: +49 - (0)8152 - 9322-44



Weitere Informationen erhalten Sie unter www.steierl.de und www.klosterarznei.de.