Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges musste das Bräustüberl geschlossen werden. Am 19. März 1952, dem Josephi-Tag, wurde es wieder eröffnet. Am damals eingerichteten "Kiosk", der im Laufe der Zeit modernisiert und vergrößert wurde, holten sich die Besucher ihre Brotzeit selbst, eine Tradition, die immer noch festen Bestand in Andechs hat. Ständig steigende Besucherzahlen machten 1970 erneute Vergrößerungen erforderlich. Dazu waren die Räumlichkeiten der "Alten Mälzerei", die am Osthang des Heiligen Berges liegen, wie geschaffen. Wo früher aus Braugerste das Braumalz hergestellt wurde, befindet sich nun der geräumige "Wappensaal" und das kleinere "Mälzer-Stüberl". Im Saal findet man eine Bäckerei, in der stets Brezn und "Auszogne" sowie weitere süße Leckereien frisch gebacken werden. Zu Ostern 1998 wurde diesem Bereich noch die "Ostterrasse" angeschlossen. Der Außenbereich - zwischen den genannten Gebäuden - mit Blick auf das bayerische Voralpenland, wird als "Bräustüberl-Terrasse" genutzt. Durch die sechs überdimensionalen Sonnen- bzw. Regenschirme können Sie sich sogar bei Regen einen Besuch auf der "Bräustüberl-Terrasse" gönnen. Überall im Bräustüberl und auf den Terrassen ist es dem Besucher - entsprechend dem alten Wallfahrer-Brauch - gestattet seine Brotzeit selber mitzubringen und das Andechser Bier zu genießen. |