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Vollständig neue Sudhaussteuerung in der Klosterbrauerei Andechs
Foto: Thomas Schmid
Die Klosterbrauerei Andechs hat die Erneuerung des Sudhauses und der angrenzenden Produktionsbereiche erfolgreich abgeschlossen. Die hohe Qualität der Andechser Klosterbiere ist damit weiter gesichert.

Gleichzeitig bleiben die Biere optisch und geschmacklich unverändert. Modernste Brautechnologie wurde erfolgreich an die benediktinische Brautradition angepasst.

Und Energie spart das neue Sudhaus obendrein. In Zukunft kommt es mit etwa 20 % weniger Ernergie aus.





Zwischen dem 21.11. und 18.12.2006 wurden das Sudhaus und die angrenzenden Produktionsabteilungen umfangreich erneuert,  darunter die Steuerung in Sudhaus, Hefekeller, CIP-Anlage (CIP steht für „cleaning in place“ und beschreibt ein komplexes Rohr- und Tankreinigungs-system), Gär- und Lagerkeller und Wasserhaus. Im einzelnen wurden folgende Bereiche auf den neuesten Stand der Brautechnologie gebracht:
  • Die Schrotmühle, die das Malz zerkleinert, wurde erneuert und sorgt nun für noch konstantere Mahlergebnisse.
  • Die Maischepfannen haben neue Rührflügel erhalten, die die Maische noch schonender umwälzen. In den Maischepfannen wird die Maische, die Verbindung von Malzschrot und Brauwasser, vorsichtig erhitzt. Die Maischepfanne ist für das in der Klosterbrauerei Andechs für den Andechser Doppelbock Dunkel und das Andechser Dunkel angewendete Dreimaischverfahren besonders wichtig, denn dadurch erhalten die dunklen Andechser Klosterbiere ihren typischen Geschmack.
  • Im Läuterbottich arbeitet ein neues Läutersystem, mit dem das sogenannte Abläuten noch schneller und effizienter vor sich geht. Im Läuterbottich werden die festen und flüssigen Bestandteile der Maische getrennt und so die Würze gewonnen.
  • Die Würzepfanne hat ein neues Kochsystem erhalten, einen sogenannten "Innenkocher", der wesentlich zur Energieeinsparung beiträgt. In der Würzpfanne wird die Würze gekocht und der Hopfen zugegeben. Die Klosterbauerei Andechs verwendet ausschließlich Aromahopfen aus der Hallertau.
  • Über 280 Ventile wurden ausgetauscht und durch insgesamt 20 Kilometer Kabel mit einer hochmodernen "S7 - Steuerung" verbunden.
  • Mit einem Energiespeichersystem, zu dem auch der Energiespeichertank mit 3 Meter Durchmesser, 10 Meter Höhe und 66.000 Liter Fassungsvermögen gehört, werden nun alle Potentiale zur Energieeinsparung ausgeschöpft.

Die Umbaumaßnahmen haben mehrere hunderttausend Euro gekostet. Für die Klosterbrauerei Andechs ist dies eine zukunftsweisende Investition, um die Qualität der Andechser Klosterbiere auch künftig zu sichern.

 
Foto: Michael Westermann
In weniger als einem Monat konnten die Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. die Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen verlief effizient und reibungslos.
Zeitweise waren über 20 Mitarbeiter der Baufirmen mehrere Wochen zwischen 7.00 und 20.00 Uhr vor Ort, um den straffen Zeitplan einzuhalten.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klosterbrauerei in den betroffenen Produktionsbereichen engagierten sich gleichermaßen für das gesteckte Ziel, das am 18.12.2006 mit der Wiederauf-nahme der Produktion im Sudhaus erreicht werden konnte.